Parodontologie - klinische Erfahrungen

Der natürliche Zahnhalteapparat

Der natürliche Zahnhalteapparat besteht aus drei Grundelementen: 

  1. dem Wurzelzement, 
  2. kleinen Faserbündeln, die Wurzelzement und Kieferknochen verbinden, (Wurzelhaut, parodontales Ligament)
  3. dem Kieferknochen.

Mit Hilfe von Schmelzmatrixproteine wird der natürliche Zahnhalteapparat während seiner Entwicklungsphase gebildet.  Der modernen Wissenschaft ist es jedoch zu verdanken, dass Schmelzmatrixproteine der Parodontaltherapie zur Verfügung stehen, so dass Anteile des Zahnhalteapparates, die aufgrund einer Parodontitis verloren gegangen sind wieder aufgebaut werden können. Sie sind wissenschaftlich gut dokumentiert und wurden weltweit bei mehr als 1 Million Patienten angewendet.

Die Wiederherstellung des Zahnhalteapparats (Wurzelzement, Faserbündel und Knochen) beginnt unmittelbar nach der Behandlung mit Schmelzmatrixproteinen bedarf jedoch einiger Zeit. So kann es in manchen Fällen bis zu einem Jahr dauern. In dieser Zeit ist es wichtig, dass Sie Ihre Recalltermine regelmäßig wahrnehmen und wir den Regenerationsverlauf kontrollieren können.

Bildet sich das Zahnfleisch zurück, spricht man von einem Rezessionsdefekt. Die freiliegenden Zahnhälse, z.T. sind sie auch mit sog. keilförmigen Defekten vergesellschaftet, bedeuten für die Patienten nicht nur eine ästhetische Einschränkung, oftmals bereiten sie auch Schmerzen und eine Heiß-/Kaltempfindlichkeit.

Diese Rezessionen kann man im Rahmen der parodontalchirurgischen Therapie plastisch decken. Auch hier bieten Schmelzmatrixproteine eine Lösung auf biologischer Basis, die sowohl Funktion als auch Ästhetik wiederherstellt.